Wir verwenden Cookies, um Ihr Erlebnis zu verbessern. Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Setzen von Cookies. Erfahren Sie mehr.
Ruth Weizel • Wohnungslose Frauen, ihre sozialen Orientierungsmuster und Bewältigungsstrategien
Ruth Weizel • Wohnungslose Frauen, ihre sozialen Orientierungsmuster und Bewältigungsstrategien
Sozialpädagogische Schlussfolgerungen aus einer empirischen Studie
Diplomarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Katholische Stiftungsfachhochschule München, 113 Quellen im Literaturverzeichnis
Wohnungslosigkeit von Frauen ist erst seit wenigen Jahren ein Thema. Ihr Umfang wurde lange unterschätzt. Aufgrund der gesellschaftlichen Stigmatisierung von Obdachlosigkeit versuchen Frauen, ihre Wohnungslosigkeit zu verbergen. Sie leben oft bereits lange in ungesicherten Verhältnissen, bevor sie Kontakt zum Hilfesystem aufnehmen. Alle wohnungslosen Frauen haben Armut und Gewalt erfahren. Die in der empirischen Studie festgestellten sozialen Orientierungen wohnungsloser Frauen sind Ausdruck einer subjektiv praktizierten Normalität und weisen auf Handlungspotenziale hin. Wohnungslose Frauen finden in der Regel einen Weg, ihr Leben wieder zufriedenstellend zu gestalten. Dies gilt für ihr subjektives Empfinden und auch in Bezug auf objektive Kriterien (Ausbildung, Erwerbstätigkeit, gesicherte Wohnverhältnisse, finanzielle Absicherung, Zugang zur Gesundheitsversorgung). Die meisten Frauen sind der Meinung, dass sie sich selbst am besten zu helfen wissen und sehen sich als kompetent und handlungsfähig an. Sie wehren sich zumeist mit viel Energie gegen Defizitzuschreibungen des Hilfesystems. Frauen, die sich selbst als (teilweise) hilfebedürftig einschätzen, erleben das Hilfesystem als unterstützende Kraft. Andere Frauen bedürften einer professionellen Unterstützung, die sie jedoch nicht in der Form finden, die sie sich wünschen...
Grin Publishing, Paperback, 156 Seiten