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Rudolf Kreis • Kafkas Proceß
Rudolf Kreis • Kafkas Proceß
Das große Gleichnis vom abendländisch 'verurteilten Juden'. Heine - Nietzsche- Kafka
Die Arbeit besteht aus zwei Teilen, in deren erstem nachgewiesen werden soll, wie sehr der "unbekannte Semitismus" Nietzsches in Heine seine Herkunft hat. Im zweiten Teil der Arbeit geht der Autor für seine Auslegung des "Proceß" von einer dynamischen Umkehrung der Zeitachse im Roman aus, die den Prozeß der Geschichte in ein Doppeltes spaltet: in einen gegenläufigen "Proceß" im Prozeß; ein Prozeß, verstanden nicht nur als Fortschritt, sondern zugleich als Prozeß, der gegen uns läuft. Die Studie versucht aufzuzeigen, dass das generative Urbild des Roman auf Paulus von Tarsos verweist, der den Juden und ihrem "Gesetz" als erster den Prozeß machte. Die "doppelte Rede" Kafkas wird so wird so als spiegelbildliche Re- und Dekonstruktion der doppelten Rede des Paulus und seiner Theologie der Zweideutigkeiten erkennbar.
Königshausen & Neumann, Nietzsche in der Diskussion, Paperback, 95 Seiten