Wir verwenden Cookies, um Ihr Erlebnis zu verbessern. Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Setzen von Cookies. Erfahren Sie mehr.
Romanistik • Eine Bonner Erfindung, 2 Bände
Romanistik • Eine Bonner Erfindung, 2 Bände
Band I: Darstellung. Band II: Dokumentation
Herausgegeben von Willi Hirdt
Die Bonner „Erfindung“ – und das Bonner Fiasko? – der Romanistik Das Triptychon der drei Gelehrten Friedrich Diez, Wendelin Foerster und Heinrich Schneegans, welche die Bonner Romanistik als ihre „Gründungsväter“ betrachtet, wird von diesen eindrucksvoll gewichtigen Bänden gleichsam in zwei Versionen entworfen. Die erste Version läßt neben dem wissenschaftsgeschichtlichen auch einen auffälligen künstlerisch-literarischen Ehrgeiz erkennen; denn sie ist – zumal in Hirdts Beitrag über Wendelin Foerster – bemüht, Leben und Werk der „Gründungsväter“ mit „branchenunübliche(r) Farbigkeit“ (S. 39) zu schildern und jeweils in einer Art ‚biographie romancée‘ darzustellen. Die zweite Version gibt sich dagegen nüchterner. Sie vermittelt auf beinahe achthundert Seiten (S. 459–1227) eine Fülle von poetischen, philologischen und administrativen Dokumenten, aus denen der aufmerksame Leser tatsächlich ein facettenreiches Bild jener romanistischen Wissenschaftsgeschichte gewinnen kann, die gerade in Bonn als eine besonders prägnante Synekdoche der Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts überhaupt gewirkt zu haben scheint. In diesem zweiten Band liegt der eigentliche Wert, den das historiographische Unternehmen von Baum, Hirdt und Tappert beanspruchen darf, und in diesem dokumentarischen Teil hat es auch uneingeschränktes Lob verdient.
Bouvier Verlag, Hardcover, 1227 Seiten in 2 Bänden