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Revolutionsarchitektur • Klassische Beiträge zu einer unklassischen Architektur
Revolutionsarchitektur • Klassische Beiträge zu einer unklassischen Architektur
Klaus Jan Philipp (Hrsg.)
Begriff und Forschung zur Revolutionsarchitektur sind jung: Genau vor 60 Jahren eroffnete der Wien er Kunsthistoriker Emil Kaufmann die von Beginn an kontrovers geführte wissenschaftliche Diskussion um das OEuvre von Etienne-Louis Boullée (1728-1799), Claude-Nicolas Le Doux (1736-1806) und Jean-Jacques Lequeu (1757-1825 (?)). Die hier wiederabgedruckten Texte spiegeln einen wesentlichen Teil dieser Forschungsgeschichte, indem sie wichtige Einschnitte im, Gang der Forschung' markieren, gleichsam Pionierarbeiten sind und der weiteren Forschung als Grundlage und Stimulanz dienten. Wahrend Emil Kaufmann Ledoux und Boullée als traditionslose Protagonisten der Moderne des 20. Jahrhunderts feierte, war es der englische Architekturhistoriker John Harris, der als einer der ersten sich um die Einbindung von deren Architektur in die Architekturgeschichte des 18. Jahrhunderts bemühte. Sein 1967 erschienener Aufsatz Le Geay, Piranesi and tbe International Neo-Classicism in Rome 1740-1750, der erstmals das OEuvre Jean-Laurent Le Geays vorstellte und auf die Bedeutung der französischen Akademie in Rom hinwies, löste die Diskussion um die Traditionslinien der Revolutionsarchitektur aus. Einer anderen Traditionslinie galt das Interesse Fritz Baumgarts, der in einem an entlegener Stelle 1953 publizierten Aufsatz die Einflüsse der archäologischen Publikationen des 18. Jahrhunderts auf die Revolutionsarchitektur analysierte. Auch dies eine Pionierleistung, die erst durch Nikolaus Pevsner und Suzanne Lang unter den Stichworten, Doric-' und, Egyptian-Revival' ins allgemeine kunsthistorische Bewusst sein geführt wurde.
F. Vieweg + Sohn, Bauwelt Fundamente - Band 82, Paperback, 180 Seiten