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Peter Weibel • Im Gegenbild
Peter Weibel • Im Gegenbild
Erzählungen
Peter Weibels Erzählungen Im Gegenbild kreisen um das Thema des Abschiednehmens, des verzweifelten Festhaltens, des Loslassens, des Sich-Ablösens. Sie handeln von Menschen, die andere im Sterben begleiten, sich Fragen stellen, die ohne Antwort bleiben müssen. Von Menschen, die mit der Leerstelle weiterleben müssen, mit dem horror vacui, den der Weggang des geliebten Partners hinterlässt. Oder mit der plötzlich gegenwärtigen Lücke, unversehens aufgerissen vom Tod einer bis dahin kaum wahrgenommenen Person.
Ebenso schwer wie der Abschied von Menschen kann auch die Trennung von Wünschen wiegen, von Ideen, von Träumen. Die es nötig wird loszulassen, weil das Leben es anders meinte, weil die Gelegenheit endgültig verpasst ist, weil die eigene Kraft nicht reichte, weil Unterdrückung und Krieg die Städte und die Herzen unwiderruflich verwüsteten.
Trotz aller untergründigen Melancholie schimmert in Peter Weibels berührend und exakt erzählten Geschichten immer wieder ein Leuchten durch, das sich aus der Hoffnung, der Lebensfreude und dem Wunsch der Menschen speist, allem Unglück zum Trotz mit Zuversicht nach vorne zu blicken – und auf das Zurückliegende mit ruhiger Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit.
Waldgut Verlag, Hardback, 111 Seiten