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Nico Schüler • Hanning Schröder
Nico Schüler • Hanning Schröder
Dokumente und kritisches Werkverzeichnis
Hanning Schröder (1896-1987) hatte sich als Komponist in den 20er Jahren schon einen Namen gemacht und erste Erfolge gehabt. Der Ausschluß aus der Reichsmusikkammer (1935) traf ihn hart. Der Grund für das damit verbundene Berufsverbot war die jüdische Herkunft seiner Ehefrau: Die Musikwissenschaftlerin Dr. Cornelia Schröder-Auerbach. Zudem waren den Nazis die Verbindungen zur Arbeitermusikbewegung suspekt. Lediglich eine "Sondergenehmigung", als Bratschist im Theater am Nollendorfplatz in Berlin zu wirken (und nur dort!), ermöglichte ihm das Überleben im Nazi-Reich. - In den letzten Jahren der braunen Herrschaft versteckten er und seine Familie ein jüdisches Ehepaar in ihrem Haus. Hierfür wurde Hanning Schröder 1978 in Jerusalem mit der höchsten Auszeichnung, die der Staat Israel vergibt, geehrt und durfte in der dortigen Allee der Gerechten einen Johannisbrotbaum pflanzen. Eine Tafel erinnert daran.
Der vorliegende Band umfaßt Biographisches, Dokumente (u.a. Rezensionen zu Konzerten mit Schröder-Werken, Rezensionen zu Auffführungen des Harlan Trios, Selbstäußerungen und Programme), ein systematisches und ein chronologisches Werkverzeichnis sowie eine Bibliographie und Diskographie.
Verdrängte Musik / NS-verfolgte Komponisten und ihre Werke. Schriftenreihe - Band 15
von Bockel Verlag, Paperback, 187 Seiten