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Martina Wedekind • Wiederholen – Beharren – Auslöschen
Martina Wedekind • Wiederholen – Beharren – Auslöschen
Zur Prosa Adalbert Stifters
Adalbert Stifter ist wegen seiner artifiziellen und untergründigen Beschreibungen von den Kritikern und Bewunderern Friedrich Nietzsche, Martin Heidegger, Theodor W. Adorno und Walter Benjamin - nicht zuletzt den Schriftstellern des 20. Jahrhunderts bis Thomas Bernhard - gerühmt worden. Im Zentrum der Untersuchung steht die intertextuelle Stilanalyse des Romans Der Nachsommer durch eine Veranschaulichung der antiken rhetorischen 'memoriä' in Francesco Colonnas Hypnerotomachia Poliphili ('Poliphilos Kampf der Liebe im Traum') aus dem Jahr 1499. Daran anschließend kann die Wegbeschreibung und das 'Protokollieren der Landschaft' auf das Darstellungsprinzip des 'Orbis sensualium pictus' zurückgeführt werden. In der defigurativen metonymischen Prosagestaltung wird der Abstraktionsprozeß der bildenden Kunst vorweggenommen. Die Studie würdigt die vielfältigen Wiederholungsformen des Stifterschen Werkes im Kontext der Poetiken der Wiederholung der Moderne.
Universitätsverlag Winter, Frankfurter Beiträge zur Germanistik, Paperback, 245 Seiten
| Verlage | Universitätsverlag Winter |
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