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Literaturwissenschaften in Frankfurt am Main 1914-1945
Literaturwissenschaften in Frankfurt am Main 1914-1945
Herausgegeben von Frank Estelmann und Bernd Zegowitz
Ausgewählte Germanisten und Romanisten von der Universitätsgründung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs - zum hundertjährigen Jubiläum der Universität Frankfurt neu in den Blick genommen. Nach ihrer Gründung 1914 war die Universität Frankfurt am Main ein Anlaufpunkt abseits der etablierten Traditionsuniversitäten. Auch Germanisten und Romanisten folgten dem Ruf dorthin und prägten in den kommenden Jahrzehnten auf vielfältige Weise das universitäre Leben. Die in dem Band versammelten Tagungsbeiträge untersuchen die intellektuellen Biografien einer Reihe von Literaturwissenschaftlern, die zwischen 1914 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Frankfurt als Romanisten und Germanisten tätig waren. Immer spiegelte ihr Handeln dabei auch den politisch-gesellschaftlichen Wandel wider.
Inhalt
Siglen- und Abkürzungsverzeichnis 7
Einleitung
100 Jahre Literaturwissenschaften in Frankfurt am Main. Ein Jubiläumsbericht 9
Michael Maaser: Frankfurter Universitätsgründung und Erster Weltkrieg 21
Anfänge, Zerreißproben, Experimente
Michael R. Ott: »Ich war hier allmählich in zu viel Verhältnisse hineingewickelt worden« Das politisch-administrative Engagement Friedrich Panzers (1905-1919) 33
Bernd Zegowitz: »Zunächst meine herzlichen Glückwünsche zu Frankfurt« Der Germanist Julius Petersen auf dem Weg von Basel nach Berlin (1914-1921) 47
Alexander M. Kalkhoff: »Erloschen ist die Fackel, zerrissen ist das Band / Und deines Namens entsinne ich mich kaum noch« Die deutsche Romanistik und der Erste Weltkrieg 65
Olaf Müller: Epochenstil und Nationalstereotyp Helmut Anthony Hatzfelds romanistische Arbeiten zwischen Erstem Weltkrieg und Exil 83
Peter-Erwin Jansen: Die Doppelfunktion literarischer Werke: Ideologiekritik und Utopie Zu den ersten literatursoziologischen Arbeiten Leo Löwenthals aus den 1920er Jahren 99
Ulrich Wyss: Habilitation in Frankfurt (1930): Max Kommerell 111
Krisen, Umbrüche, Neuanfänge
Frank Estelmann: ›Mainfahrt mit Don Quijote‹ Die Frankfurter Romanistik in den Cervantes-Lektüren von Heinrich Morf, Matthias Friedwagner, Hellmuth Petriconi, Helmut A. Hatzfeld und Erhard Lommatzsch (1901-1947) 123
Jörg Schönert und Wilhelm Schernus: Wilhelm Emrich und die Universität Frankfurt am Main (1929-1941) 155
Astrid Dröse: Die Verbürgerlichung des Pikaro Arnold Hirsch und die Literatursoziologie (1928-1954) 203
Joachim Seng: Ein Diener Goethes aus der ›pädagogischen Provinz‹ Ernst Beutlers Wirken für die Frankfurter Universität zwischen 1928 und 1947 223
Frank Fürbeth: »… freundlich gesinnt, aber gefährlich eitel und reaktionär« Julius Schwietering in Frankfurt (1932-1938), Berlin (1938-1945) und Frankfurt (1945-1952) 237
Frank Fürbeth: »… eine exzentrische, eine gefährdete Persönlichkeit« Bodo Mergell in Frankfurt und Mainz (1930-1954) 269
Brücken in die Gegenwart
Klaus Reichert: Glanz und Elend der Philologie an der Universität Frankfurt Von der Literatur zur Theorie und wieder zurück 295
Jörg Bong: Offensive Philologie 311
Zu den Beiträgern 321
Personenregister 327
Wallstein, Schriftenreihe des Frankfurter Universitätsarchivs, Paperback, 334 Seiten