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Ki-Sun Kim • Mythos und Tragödie
Ki-Sun Kim • Mythos und Tragödie
Anamnetische Betrachtungen zu Nietzsches Geburt der Tragödie
In seiner Eigenschaft als Kritiker der Moderne und Verkünder des Nihilismus gilt Nietzsche allgemein als Denker der abendländischen Zeitwende. Diese Rolle wurde ihm zuteil dank seiner Begegnung mit der griechischen Antike. Doch ist bislang nicht gebührend erforscht worden, inwiefern das aus dieser Begegnung gewonnene Griechenbild Nietzsches als solches ernst zu nehmen ist und inwiefern es für sein Denken im Ganzen richtungsweisend ist. Das Buch stellt es sich zur Aufgabe, die - vor allem in altphilologischer Hinsicht - vielfach umstrittene Erstlingsschrift Nietzsches in ihrer philologisch-historischen wie auch religionsgeschichtlichen Authentizität ernst zu nehmen und den Altertumsbezug in dieser Frühphase seines Denkens zu würdigen. Es ist nun die "tragische Grunderfahrung" Nietzsches, die nach ihm den Gegenzug des durch den "Sokratismus" geprägten und die Moderne bestimmenden Nihilismus ausmacht. Indem das Buch das Tragische der im Rahmen des Dionysoskults aufgeführten Tragödie im Hinblick auf den mythischen Weltbezug der alten Griechen deutet und somit den Zusammenhang von Mythos und Tragödie zum Hauptanliegen seiner Untersuchung macht, versucht es der "tragischen Grunderfahrung" Nietzsches auf den Grund zu kommen.
Königshausen & Neumann, Traditionserkenntnis und Zeitkritik / Philosophische Korrekturen, Paperback, 366 Seiten