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Jules Michelet • Die Hexe
Jules Michelet • Die Hexe
Mit einem Vorwort von Roland Barthes
Herausgegeben von Traugott König
In seinem Buch 'Die Hexe' (1862 erschienen) formulierte Michelet Thesen, die für die damalige Zeit revolutionär waren: die Geschichte der Hexen ist eine Geschichte der Unterdrückung der Frau. Der Grund für das Entstehen des Hexenwesens ist nicht in menschlicher Bosheit zu suchen oder in einer Art Übermut gelangweilter Aristokraten, sondern in der Unterdrückung der unteren Klassen, in der Reaktion auf unerträgliche Ausbeutung. Mit Michelets Worten: 'Nicht der Unglückliche verschreibt sich dem Teufel, sonder der Elende, den man so ausbeutet, daß ihm schließlich die Hölle als akzeptabler Zufluchtsort vor der Hölle auf Erden erscheinen muß.'
Michelets Monographie, die in ihrer mythenbezogenen Darstellung der Romantik verpflichtet ist, wurde in der Überzeugung geschrieben, daß es an der Zeit sei, einen endgültigen Schlußstrich zu ziehen unter die unheiligen Praktiken der Hexenjäger und ihrer säkularen Helfershelfer.
ProMedia, Paperback, englische Bindung, 252 Seiten