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Das Geständnis und seine Instanzen
Das Geständnis und seine Instanzen
Zur Bedeutungsverschiebung des Geständnisses im Prozess der Moderne
Herausgegeben von Anders Engberg-Pedersen Michael Huffmaster, Eric Nordhausen, Vrääth Öhner
Im freiwilligen wie unfreiwilligen Geständnis offenbart sich nicht der Wesenskern eines Menschen, vielmehr ist es selbst das Produkt äußerer Einflussgrößen. Das Innere eines Menschen, das sich im Geständnis auszusprechen scheint, ist umstellt von einer veritablen äußeren Maschinerie, einer Geständnismaschinerie, hinter der sich mehr verbirgt als harmloses Beiwerk. Die Untersuchung offenbart die Abhängigkeit des Geständnisses von Machtinteressen, Entscheidungsprozeduren und institutionellen Praktiken. Gerade der scheinbare Wahrheitscharakter des Geständnisses erweist sich als eingeschrieben in Choreografien des Unausgesprochen und der Indirektheit. Der vorliegende Band beschreibt am Beispiel von vier Instanzen - der Justiz, der Polizei, der Gemeinschaft und dem Subjekt - welche Spannbreite von Funktionen sich mit dem Geständnis verbinden und welche Konsequenzen sich aus der historischen Umformung dieser Bereiche ergeben.
Turia + Kant, Paperback, 358 Seiten