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Re-Visionen • Kulturwissenschaftliche Herausforderungen interkultureller Germanistik
Re-Visionen • Kulturwissenschaftliche Herausforderungen interkultureller Germanistik
Herausgegeben von Ernest W.B. Hess-Lüttich
gemeinsam mit Corinna Albrecht und Andrea Bogner
Die anhaltende Auseinandersetzung mit Konzepten der Kultur, der Interkulturalität, des Fremdverstehens hat parallel zur Entwicklung in anderen Disziplinen auch in der international orientierten Germanistik zu ihrer kulturwissenschaftlichen Fundierung, zur Reflexion unterschiedlicher Theoriestränge und zur Überprüfung einer ausschließlich in der europäischen Tradition entwickelten Begrifflichkeit geführt. Die Konsequenz ist eine gewisse Mobilität von theoretischen Konzepten, wie sie der Kontingenz ihrer Gegenstände entspricht. Das betrifft den Kern des aspektheterogenen Terminus Kultur ebenso wie davon abgeleitete Konzepte von Interkulturalität, Transkulturalität oder Multikulturalität. Vor diesem Hintergrund stellt sich der Band Re-Visionen die Aufgabe, zentrale Ausgangsfragen interkultureller Germanistik in Beziehung zu setzen zu kulturwissenschaftlichen Entwicklungen der letzten beiden Dekaden. Gibt es neue Antworten auf alte Fragen? Sind manche Fragen heute anders zu stellen? Tauchen neue Fragen auf, die neue Konzepte und Verfahren verlangen? Solchen Aufgabenstellungen widmen sich die hier versammelten Beiträge im Blick auf das Verhältnis von Text und Kontext, von Literatur(sprache) und Interkulturalität, von Kultur(vermittlung) und Übersetzung, von Interkulturalität und Mehrsprachigkeit.
Inhaltsverzeichnis
Ernest W.B. Hess-Lüttich- Zum Geleit 5
Corinna Albrecht & Andrea Bogner - Vorwort 9
Ernest W.B. Hess-Lüttich (Bern, Schweiz / Stellenbosch, Südafrika) - Re-Visionen. Kulturwissenschaftliche Herausforderungen interkultureller Germanistik - ein Bericht zur Einführung 21
I Poetiken der Interkulturalität - Interkulturalität der Poetik
Hinrich C. Seeba (Berkeley, USA) - Sunt certi denique fines. Über den Versuch der Abgrenzung in Grenzszenen der Literatur 35
Ihmku Kim (Seoul, Korea) - Tertium comparationis als Voraussetzung interkultureller Germa nistik - Ein Modell 47
Withold Bonner (Tampere, Finnland) - In der Spree fließt der Nil. Anmerkungen zu Fragen der Interkultu ralität interkultureller Literatur 59
Jaqueline Gutjahr (Göttingen, Deutschland) - Von Sprachen als Monstern und Wörtern im Sanatorium. Mehrsprachigkeit und Interkulturalität in der Literatur 75
Ulrike Stamm (Berlin, Deutschland) - Ästhetik der Befremdung und die Logik der kindlichen Wahrneh mung im Werk Herta Müllers 93
Silke Pasewalck (Tartu, Estland) - Interkulturalität als poetisches Verfahren: Vladimir Vertlibs Roman Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur 107
Johanna Domokos (Los Angeles, USA / Bielefeld, Deutschland) - (Nicht) normale finnische Fahrten. Überlegungen zu den Werken eines interkulturellen Autors in Finnland 123
Carlotta von Maltzan (Stellenbosch, Südafrika) - Zur Literarisierung des Blicks auf den Genozid in Ruanda in Lukas Bärfuss' Hundert Tage 137
Manfred Durzak (Berlin, Deutschland) - „Indianness" in deutscher Indien-Literatur. Am Beispiel von Thorsten Beckers Historien-Legende Die Besänftigung 147
II Interkulturelle Rezeptionsprozesse
Karl Esselborn (München, Deutschland) - Von der ,Hermeneutik der Fremde' zur interkulturellen/transnationalen Germanistik/Literaturwissenschaft 159
Julia Augart (Stellenbosch, Südafrika) - Germanistik in Kenia: Interkulturelles Lesen und Verstehen durch Identifikationsmöglichkeiten 179
Michael Ostheimer & Shuangzhi Li (Chemnitz, Deutschland / Nanjing, China) - Ortswechsel d