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Fassaden? Zeigen und Verbergen von Geschichte in der Kunst
Fassaden? Zeigen und Verbergen von Geschichte in der Kunst
Christiane Kruse / Victoria von Flemming (Hg.)
Die Rede vom "Ende der Geschichte" betraf nicht nur die Avantgarde des 20. Jahrhunderts, sie kennzeichnet auch den seit den 60-er Jahren in Varianten auftretenden Iterativismus der Bildku¨nste. In Wiederholung, Appropriation, Re-Inszenierung oder Reenactment a¨ußert sich einerseits eine intensive Auseinandersetzung mit einer in historischer Ferne liegenden Kunst und ihrer Diskursivierung. Der Ru¨ckgriff auf Kunstformen offenbart fu¨r manche aber auch, was Arnold Gehlen (1974) als sicheres Indiz fu¨r das Ende der Geschichte nahm: Im Verlust von Innovation zeige sich ein erscho¨pfter bzw. obsolet gewordener Bezug zur Vergangenheit, der sich als weitgehender Verlust von Geschichtlichkeit und Geschichte beschreiben lasse.
Die Beitra¨ge dieses Bandes stellen in Anlehnung an ju¨ngere Forschungen die Frage, in welchem Maß der postulierte Verlust von Innovation und Geschichte tatsa¨chlich zutrifft, ob und wie er sich beschreiben -- oder mit welchen Argumenten sich der Behauptung widersprechen la¨sst.
Wilhelm Fink, Dynamis, Paperback, 263 Seiten
| Verlage | Wilhelm Fink |
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